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Therapie nach Maß

Multiple Sklerose: Eine Krankheit mit tausend Gesichtern – und tausend Geschichten. Im MS-Zentrum Dresden steht die individualisierte Behandlung im Mittelpunkt

Die Räder des Rollstuhls surren leise, als der Patient ins Sprechzimmer rollt. Ein tiefer Atemzug, dann der mühsame Versuch aufzustehen. Die Lippen aufeinandergepresst, drückt er sich hoch. Seine Beine wackeln, scheinen schlecht Halt zu finden. Die Hände, leicht abgeknickt, stützen ihn kaum. Zwei Schritte nur, dann ist er am Stuhl angekommen. Mit einem zittrigen Ausatmen lässt er sich auf die Sitzfläche sinken.

Thomas Liebsch, ist 51 Jahre alt und kommt aus dem Spreewald. Vor fünfzehn Jahren erhielt er die Diagnose Multiple Sklerose. „Ich bin zu spät zum Arzt gegangen“, sagt er. Schon damals war da diese bleierne Müdigkeit – die sogenannte Fatigue, ein typisches Symptom der Krankheit. „An manchen Tagen habe ich fünfzehn Tassen Kaffee getrunken, um wach zu bleiben.“ Erst als plötzlich Gehstörungen auftraten, ging er zum Arzt. „Meine Hausärztin hatte sofort den Verdacht und mich zur Kernspintomographie  geschickt.“ […]

Der Artikel ist im stern-Klinikheft 2025 erschienen. Den gesamten Text finden Sie hier.

Fotos: Thomas Victor