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Die Retter vom Mittelmeer

Obwohl die Balkanroute geschlossen ist, gelangen anhaltend viele Flüchtlinge über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa. Bis zu 300.000 Menschen erwartet die Grenzschutzagentur Frontex allein in diesem Jahr.

Viele von ihnen stammen aus Krisenländern wie Somalia oder Eritrea und sind zuletzt im nordafrikanischen Libyen gestrandet. Auch dort sind sie Willkür und Gewalt ausgesetzt – und nehmen die lebensgefährliche Bootsüberfahrt in Kauf. Einer von 37 Migranten überlebt die Passage nach Italien nicht.

Bei der Rettung Schiffbrüchiger helfen private Initiativen wie SOS Méditerranée. Seit Februar 2016 ist die Crew des Schiffs Aquarius im Mittelmeer unterwegs – und konnte bereits 2000 Flüchtlinge schützen. Derzeit kommen jede Woche 400 bis 600 Menschen an Bord, die anschließend von der Organisation Ärzte ohne Grenzen versorgt werden. Viele der Helfer gehen dabei selbst an ihre Grenzen.